15 Beispiele für Vergleichs-Landingpages (inspiriert von SaaS-Marken)
Um bei Google Kunden zu gewinnen, müssen Sie die Konkurrenz ausstechen: beim Preis, bei den Funktionen, beim Kundenservice und vor allem bei den Keywords am Ende des Sales-Funnels, die die meisten Conversions bringen. Dabei sollten Sie fair bleiben, denn es geht darum, clever zu sein, nicht gemein. Bevor wir uns ein paar brillante Taktiken ansehen, die Sie nutzen können, klären wir ein paar Regeln. Wenn Sie Ihre eigene Vergleichsseite erstellen, vermeiden Sie möglichst Folgendes:
- Irreführende Überschriften und sachlich falsche Behauptungen. Anwälte will hier niemand im Spiel haben
- Marken-Bashing und verletzende Texte. Man weiß nie: Der Konkurrent von heute könnte morgen Ihr Käufer sein.
- Die Intelligenz und das kritische Denken von SaaS-Käufern unterschätzen, genauso wie ihre Fähigkeit, selbst bei Google zu recherchieren
- Die Services- oder Features-Seite der eigenen Website einfach kopieren. Damit holen Sie keine Klicks auf Ihren CTA
- Googles Werberichtlinien missachten, wenn Sie fremde Markennamen in Anzeigentexten verwenden
Ihr Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und Besucher dazu zu bringen, sich eine Demo anzusehen oder sich für Ihr Produkt anzumelden. Dafür gilt:
- Ihre Argumente müssen überzeugend sein
- Ihre Vergleiche müssen fair und ausgewogen sein
Die folgenden 15 Beispiele, geordnet von clever bis richtig raffiniert, zeigen die besten Vorgehensweisen für Konkurrenzvergleichsseiten von führenden SaaS-Unternehmen.
#1 Woodpecker vs. Alternativen: Ein brillanter Weg, Traffic von der Konkurrenz zurückzuholen

Was uns an Woodpeckers Beispiel gefällt
- Clevere Keyword-Taktik: Die Konkurrenzvergleichsseite von Woodpecker zeigt brillant, wie Sie Traffic von der Konkurrenz abziehen, indem Sie deren eigene Such-Keywords nutzen. Woodpecker hat dafür eine Landingpage namens „Woodpecker-Alternativen" gebaut und lenkt darüber Traffic auf die eigene Website. So bekommt das Unternehmen eine zweite Chance, Käufer zum Bleiben oder Wechseln zu überzeugen. Die Seite liegt als zweites Ergebnis in den SERPs, ganz ohne Google-Anzeigen. Wenn das kein Erfolg ist, was dann? Schachmatt!
- Links zu acht Konkurrenzvergleichen: Noch brillanter ist, wie Woodpecker diese Seite nutzt, um Traffic zu den eigenen anderen Vergleichsseiten zu lenken. Das Unternehmen hat sich die Mühe gemacht herauszufinden, bei welchen Features es gegenüber den jeweiligen Anbietern besser abschneidet, und zeigt das auch.
- Ermutigendes Testimonial: Das ist vielleicht nicht für jeden die naheliegende Wahl, aber wir finden, Woodpecker hat das perfekte Kunden-Testimonial ausgewählt. Es zeigt, dass das Unternehmen auf Kundenfeedback hört und danach handelt, um seine Produkte weiterzuentwickeln und die Nutzer zufrieden zu halten. Genau das schätzen SaaS-Käufer.
Was uns an Woodpeckers Beispiel nicht gefällt
- Keine überzeugenden Daten: Auf dieser Seite fehlen Zahlen, die den Wert der Plattform für Kunden belegen. Links mit mehr Informationen zu den drei Hauptgründen, warum Käufer sich für Woodpecker entscheiden sollten, wären ebenfalls hilfreich.
#2 Claap vs. Gong: Konkurrenzvergleichsseite oder Blog? Warum nicht beides

Was uns an Claaps Beispiel gefällt
- Einfache Listicle-Struktur: Claap baut die Konkurrenzvergleichsseite auffällig wie einen Blog-Listicle auf und nimmt ihr damit den Verkaufston. Im Fokus stehen die fünf überzeugendsten Gründe, warum Kunden das eigene Tool statt Gong wählen: Preis, Zusammenarbeit, Feedback-Qualität, weniger Tools und mehr Zentralisierung.
- Anerkennung des Konkurrenten: Man muss Claap zugutehalten, dass das Unternehmen Gong gleich zu Beginn der Landingpage würdigt und die Pionierarbeit im Bereich Revenue Intelligence anerkennt. Hut ab vor so viel Fairness, auch unter Konkurrenten. Der nächste Screenshot aus einem Claap-Blogartikel zeigt allerdings eine andere Seite.

Was uns an Claaps Beispiel nicht gefällt
- Blog-Artikel zum Keyword „Gong-Preise": Googeln Sie „Gong-Preise", landet als zweiter Treffer in den SERPs ein Claap-Blogartikel: „Wir haben (endlich) die Gong-Preise herausgefunden [Update 2024]". Das ist ein ziemlich trickreicher Schachzug. Erstens klingt der Titel, als stamme er von einem unabhängigen Bewertungsportal für SaaS. Zweitens kippt der Artikel in der Mitte unbemerkt in eine Konkurrenzvergleichsseite, bewirbt Claap direkt als bessere Option und verlinkt am Ende zur eigentlichen, offiziellen Vergleichsseite Claap vs. Gong. Dagegen spricht rechtlich nichts, aber begeistert dürfte Gong davon nicht sein.

#3 Notion vs. Asana: Namhafte Markenkunden und G2-Bewertungen nennen

Was uns an Notions Beispiel gefällt
- Markennamen und G2: Zu den besten Elementen auf der Landingpage von Notion gehören die bekannten Markenlogos von Uber, Pinterest und Amazon. Darauf folgen Bewertungen und Abzeichen von G2, der führenden Bewertungsplattform für SaaS, die das Produkt zweifellos vertrauenswürdig wirken lassen.
- Kunden-Testimonial: Ein passendes Testimonial oder eine Bewertung von jemandem, der von Asana zu Notion gewechselt ist, schafft Glaubwürdigkeit und zeigt Vorteile, die bereits jemand anders erlebt hat. Das wirkt viel überzeugender als irgendeine beliebige positive Bewertung.
- Den Wechsel erleichtern: Diese Konkurrenzvergleichsseite soll Asana-Nutzer überzeugen, zu Notion zu wechseln. Den entscheidenden Anstoß dafür liefert die Asana-Import-Funktion, mit der Notion einen reibungslosen Übergang verspricht.
Was uns an Notions Beispiel nicht gefällt
- Vergleiche mit anderen Alternativen: Käufer recherchieren meist mehrere Anbieter. Auf dieser Seite fehlen Links zu Notions Vergleichen mit anderen führenden Plattformen.
#4 Senja vs. Testimonial.to: Warum sich der Wechsel zur Konkurrenz lohnt

Was uns an Senjas Beispiel gefällt
- Jede Menge Social Proof: Die Konkurrenzvergleichsseite von Senja leistet die beste Arbeit darin, die überzeugendste Menge an Social Proof aus Video- und Text-Feedback zu sammeln und zu präsentieren.
- Showcase statt Verkaufsgespräch: Die Landingpage zeigt das Produkt in Aktion. Von oben bis unten gefüllt mit Video-Testimonials, schön gestalteten Widgets, Bewertungen und einer Wall of Love gibt sie Besuchern einen Vorgeschmack darauf, was sie nach einem Wechsel erwartet.
- Mehr fürs Geld: Senjas Argument ist klar und direkt: mehr Funktionen in einem benutzerfreundlichen Tool für einen niedrigeren Preis. Der Fokus liegt darauf, zu zeigen, warum Senja besser ist, statt zu erklären, warum Testimonial.to die falsche Wahl ist.
- Attraktives Design: Das helle, einladende Design dieser Landingpage fällt sofort auf. Selbst wer nicht wechseln will, scrollt und scannt sich wahrscheinlich durch die ganze Seite. Aus Neugier klicken die meisten mindestens ein Video-Testimonial an. Und je länger man bleibt, desto größer die Chance, am Ende auf einen der drei „Jetzt kostenlos starten"-Buttons zu klicken.
Was uns an Senjas Beispiel nicht gefällt
- Fragwürdiges Emoji: Verspielt, ja, und es passt zum Design der Seite, aber es könnte manche Leser vor den Kopf stoßen. Man muss Senja trotzdem zugutehalten: Das Unternehmen sagt, es wolle den Konkurrenten nicht „diskreditieren", und hält sich im Text auch daran. Trotzdem liefert es klare Gründe, warum Senja die bessere Wahl ist.
#5 Pumble vs. Slack: Alles erzählen, in Worten, Bildern und Zahlen

Was uns an Pumbles Beispiel gefällt
- Slack ausstechen: Der Feature-Vergleich von Pumble überzeugt. Er zeigt Besuchern genau, wie und wo Pumble besser ist als Slack, mit Zahlen und Grafiken, die den Wert visuell vermitteln, und wichtigen Testimonials von Kunden, die bereits gewechselt haben.
- Preisrechner: Ein schöner Zusatz, den sonst kein Anbieter in dieser Liste bietet, ist der Preisrechner. Er zeigt auch, wie viel Sie mit Pumble sparen.
- Einfacher Import: Ein großer Schmerzpunkt beim Plattformwechsel ist die Angst, Daten zu verlieren. Pumbles Import-Funktion löst das, und ein Video zeigt, wie einfach der Umzug tatsächlich ist.
Was uns an Pumbles Beispiel nicht gefällt
- Veraltete Bewertungszahl und Abzeichen: Das muss Pumble eher aktualisieren als grundlegend ändern. Mittlerweile hat das Unternehmen doppelt so viele Bewertungen wie auf der Seite angegeben, und es hat ein weiteres Abzeichen für zusätzlichen Social Proof verdient.
#6 Breakcold vs. Folk CRM: Wenn der Preis nicht Ihr stärkstes Argument ist

Was uns an Breakcolds Beispiel gefällt
- Ehrlichkeit und Fakten: Die Landingpage von Breakcold zeigt, wie man die Intelligenz potenzieller Kunden respektiert. Breakcold redet nicht drum herum und sagt klar: Preislich gibt es kaum einen Unterschied zu Folk CRM. Preis und Funktionen stehen offen in der Vergleichstabelle, und die Besucher entscheiden selbst.
- Unterschiedliche Use Cases: Breakcold stellt das Kundeninteresse in den Mittelpunkt und bleibt gegenüber Folk CRM respektvoll und professionell. Statt zu behaupten, das bessere Produkt zu haben, erklärt das Unternehmen, dass beide Anbieter gute Produkte für unterschiedliche Zwecke bieten.
Was uns an Breakcolds Beispiel nicht gefällt
- Keine Bewertungen oder Testimonials: Breakcold erwähnt zwar über 140 Bewertungen im Netz, zeigt aber keine davon auf dieser Seite.
#7 Plaky vs. Monday: Mit einem Erklärvideo überzeugen

Was uns an Plakys Beispiel gefällt
- Video: Das beste Feature auf der Landingpage von Plaky ist das eingebettete, sechsminütige Vergleichsvideo. Man kann es von Anfang bis Ende ansehen oder zu den interessanten Stellen springen. Ein Video erspart das Scrollen durch lange Textblöcke. Die meisten Marken nutzen Video auf Landingpages für Kunden-Testimonials oder Erfolgsgeschichten, aber nur wenige für ein Erklärvideo wie dieses, das zwei Plattformen gegenüberstellt. Laut einem HubSpot-Artikel kann relevanter Video-Content die Conversions um bis zu 86 % steigern. Es ist gut möglich, dass Erklärvideos bald so selbstverständlich werden wie Vergleichstabellen.
- Mehrere Keywords im Fokus: Diese Landingpage ist reich an Keywords und deckt mehrere Kombinationen aus „kostenlos", „Monday.com", „Alternative" und „Projektmanagement-Software" ab. Alle davon finden sich in Überschrift und Einleitung.
Was uns an Plakys Beispiel nicht gefällt
- Bewertungen von Bewertungsplattformen und Testimonials: Wenn wir an dieser Seite eine Sache bemängeln müssten, dann das Fehlen von Bewertungen auf Bewertungsplattformen und Testimonials, die unbestreitbar effektiv Vertrauen aufbauen.
#8 Highspot vs. Seismic: Mit starken Argumenten und Fallstudien zum Wechsel inspirieren

Was uns an Highspots Beispiel gefällt
- Überzeugende Argumente: Die Landingpage von Highspot untermauert ihre Aussagen mit soliden Daten, etwa zur Produktivitäts- und Umsatzsteigerung, die Nutzer nach der Einführung der Plattform erleben. Dazu kommen Auszeichnungen und Rankings von führenden Bewertungsplattformen.
- Links zu Kunden-Fallstudien: Ein schöner Zusatz sind die Links zu drei Erfolgsgeschichten von Kunden, die gewechselt haben. Für Besucher, die noch nach einem Grund suchen, sich bei Highspot anzumelden, sind das wertvolle Argumente.
Was uns an Highspots Beispiel nicht gefällt
- Reihenfolge und Seitenaufbau: Die überzeugendsten Argumente, also Auszeichnungen und Erfolgszahlen der Nutzer, stehen entweder ganz unten auf der Landingpage oder fallen nur auf, wenn man den gesamten Text liest.
#9 Snovio vs. Hunter.io: Fokus auf Vergleichs-Scorecard und Wall of Love

Was uns an Snovios Beispiel gefällt
- Einleitung: Die Seite sagt Besuchern von Anfang an genau, was sie erwartet, nämlich eine Liste der Parameter, die Snovio vergleicht, ganz ohne Verkaufsrede. Die kämpfenden Fäuste verleihen dem Software-Kauf ein unterhaltsames „Kopf-an-Kopf"-Gefühl, das die meisten Besucher mögen werden.
- Getrennte Scorecards: Um die Entscheidung zu erleichtern, zeigt die Landingpage zwei separate Scorecards für die beiden Kernlösungen E-Mail-Finder und Verifier, statt alles in eine lange, unübersichtliche Tabelle zu packen.
- Wall of Love: Egal, wo Sie sie platzieren, eine Wall of Love kann man kaum falsch machen. Sie zeigt auf einen Blick jede Menge Social Proof aus Bewertungsplattformen und Testimonials. Review-Widgets wie die von Reviewflowz machen die Integration auf der eigenen Website denkbar einfach.
Was uns an Snovios Beispiel nicht gefällt
- Scorecard-Design: Eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Ohne eine andere Farbe, einen Pop-out- oder Highlight-Effekt fallen Snovios Vorteile in der Scorecard nicht auf.
#10 ClickUp vs. Alternativen: Die Mutter aller Vergleichstabellen

Was uns an ClickUps Beispiel gefällt
- Kategorisierte Vergleichstabelle: Die Tabelle von ClickUp stellt das eigene Tool mit sämtlichen Funktionen allen führenden Plattformen gegenüber, und das ist wirklich die Mutter aller Vergleichstabellen. ClickUp zeigt und vergleicht Funktionen auf die klarste und einfachste Weise, ganz ohne Kopfschmerzen. Sie filtern einfach durch und sehen sofort, welcher Anbieter die gewünschten Funktionen bietet.
- Eins-zu-eins-Vergleich: Reicht das nicht, können Sie ClickUp über separate Seiten mit jedem einzelnen Anbieter eins zu eins vergleichen.
Was uns an ClickUps Beispiel nicht gefällt
- Zu einfach: Der einzige Schwachpunkt dieser Seite ist, dass sie sich fast nur auf Funktionen konzentriert. Preisvergleiche fehlen komplett, dabei ist der Preis ein entscheidender Faktor bei SaaS-Käufen. Auch Einblicke zufriedener Kunden sucht man vergeblich.
#11 Brevo vs. Mailchimp: Die Preiserhöhung der Konkurrenz für den eigenen Vorteil nutzen

Was uns an Brevos Beispiel gefällt
- Argument Preiserhöhung: Was bringt Nutzer eines Konkurrenten eher zum Wechsel als der Preis? Brevo vergleicht die eigenen Tarife mit Mailchimp und bleibt dabei sachlich und professionell. Die Zahlen sprechen für sich, warum Brevo die bessere Wahl sein könnte, auch wenn das Unternehmen Mailchimp weiterhin als Marktführer anerkennt.
- Bewertungen im Fokus: Bewertungen von Kunden, die von Mailchimp zu Brevo gewechselt sind, liefern eine überzeugende zusätzliche Schicht Social Proof.
Was uns an Brevos Beispiel nicht gefällt
- Visuelle Wirkung: Brevos Landingpage hat wirklich überzeugende Zahlen, die zum Wechsel motivieren könnten, aber sie fallen optisch kaum auf. Etwas mehr Fettdruck, Farbe und eine größere Schrift würden das Argument stärker wirken lassen. Das könnte allerdings auch eine bewusste Design-Entscheidung sein, damit die Seite weniger nach Werbung aussieht und so mehr Vertrauen bei den Besuchern schafft.
#12 Bigin vs. Pipedrive: Besucher zum Umdenken bringen

Was uns an Bigins Beispiel gefällt
- Starke Überschrift: Die Frage in der Überschrift auf der Landingpage von Bigin bringt kleine Unternehmen dazu, ihre Entscheidung für Pipedrive zu überdenken. Sie erklärt, warum Bigin besser zum Geschäftsmodell und Budget kleiner Unternehmen passt.
- Schwächen des Konkurrenten: Ein guter Überblick über die Grenzen von Pipedrive legt den Fokus auf den hohen Preis, den Kunden zahlen müssen, um die Funktionen zu bekommen, die kleine Unternehmen brauchen.
- Bewertungen unabhängiger Plattformen: Bigins beeindruckende Bewertungen, groß dargestellt, von führenden Bewertungsplattformen für SaaS schaffen sofort Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Produkts.
Was uns an Bigins Beispiel nicht gefällt
- Falsche Reihenfolge: Bigins stärkstes Argument, mehr Funktionen für weniger Geld zu bieten, steht nicht im Vordergrund. Wir würden die „Grenzen von Pipedrive" weiter oben auf der Seite platzieren. Genau danach suchen Käufer schließlich: nach diesen Informationen und danach, warum Bigin die bessere Wahl ist.
#13 Reachdesk vs. Sendoso: Mit G2-Abzeichen Kunden von der Konkurrenz abwerben

Was uns an Reachdesks Beispiel gefällt
- G2-Abzeichen: Preis- und Bewertungsplattform-Abzeichen zu nutzen ist eine Taktik, die in Vertrieb und Marketing überall gepredigt und praktiziert wird, und Konkurrenzvergleichsseiten machen da keine Ausnahme. Die G2-Abzeichen auf der Landingpage von Reachdesk stehen ganz vorn im Mittelpunkt, und bei der schieren Anzahl ist das ein starkes Argument. Richtig gemacht hat das Unternehmen außerdem, nur Abzeichen aus 2024 zu zeigen. Alte Abzeichen sind von gestern.
- Argument ROI-Steigerung: Das Versprechen eines besseren ROI zieht immer. Reachdesk setzt genau darauf, um Besucher zu einer Demo-Anmeldung zu bewegen. Allerdings fehlen Daten, die diese Aussage belegen.
Was uns an Reachdesks Beispiel nicht gefällt
- Schwache Tabelle: Die Daten in Reachdesks Vergleichstabelle sind, vorsichtig gesagt, schwach. Nur wenige Prozentpunkte vor dem Konkurrenten zu liegen, überzeugt niemanden wirklich. Außerdem fehlt die Angabe, woher diese Zahlen stammen (vermutlich G2-Bewertungen), was sich Käufer zu Recht fragen werden.
- Irreführender Titel: Der Titel verspricht einen Vergleich der beiden Anbieter, doch auf der ganzen Seite findet sich kein einziger direkter Vergleich zwischen Reachdesk und Sendoso. Stattdessen listet die Seite nur Reachdesks eigene Funktionen auf. Ohne echten Vergleich wird daraus eine altmodische Produktbroschüre.
#14 Lusha vs. Zoominfo: Einen Kundenschmerzpunkt mit einer unterhaltsamen Grafik treffen

Was uns an Lushas Beispiel gefällt
- Grafik zum Wettbewerbsvorteil: Lusha nutzt eine clevere, unterhaltsame Grafik, um einen zentralen Kundenschmerzpunkt in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln. Das Unternehmen behauptet, seine Datenqualität sei genauer, und damit für Kunden wertvoller, als die größere Datenmenge von Zoominfo. Interessant wäre zu wissen, worauf diese Aussage beruht.
Was uns an Lushas Beispiel nicht gefällt
- Rechtliches Risiko: An mehreren Stellen der Vergleichstabelle (grüne Pfeile), auch in der Überschrift zur Datenqualität von Zoominfo, wirken Formulierungen und Aussagen eher wie Meinung als wie Fakt. Das könnte Lusha in ernsthafte Schwierigkeiten bringen, mindestens das Risiko einer Unterlassungs- und Verzichtserklärung, die das Unternehmen dazu zwingen könnte, die Seite zu entfernen oder den Ansatz zu ändern. Die meisten Unternehmen vermeiden diese Art von aggressivem, verletzendem Text, besser bekannt als Marken-Bashing.
- Vage beim Preis: Lusha hat zwar einen Abschnitt „Kosten" in der Tabelle, nennt darin aber keine konkreten Preise.
#15 Rhetoric vs. Zoominfo: Überzeugender Ansatz, schwache Überschrift

Was uns an Rhetorics Beispiel gefällt
- Überzeugendes Wechsel-Argument: Statt wie Lusha vorzugehen, dreht Rhetoric den Spieß elegant um und stellt die eigene „frische" Lead-Datenbank in den Vordergrund, statt die „niedrige Qualität" von Zoominfos Daten zu kritisieren. Das ist deutlich fairer als Konkurrenten schlechtzureden. Rhetoric erkennt an, dass Zoominfo Marktführer ist, nutzt das aber zu seinem Vorteil: Weil so viele Unternehmen diese Datenbank nutzen, dient sie an einem gewissen Punkt nicht mehr dem besten Interesse der Nutzer. Die Kontakte sind schlicht ausgelutscht. Genau das macht sich Rhetoric mit der cleveren Positionierung dieser Landingpage zunutze.
- Verlockendes Demo-Angebot: Um Interessenten den letzten Anstoß zu geben, bietet Rhetoric 25 kostenlose Leads für jede gebuchte Demo.
- Klarer Unterschied: Rhetoric baut die Landingpage ganz um den eigenen Wettbewerbsvorteil herum, die „beste ihrer Klasse" europäische B2B-Lead-Datenbank. Der Großteil des Texts erklärt, warum und wie das Unternehmen für Kunden mit Fokus auf europäische Kontakte die bessere Wahl ist.
Was uns an Rhetorics Beispiel nicht gefällt
- Schwache Überschrift: Die Überschrift ist das Erste, was Besucher sehen, also muss sie sitzen und zum Weiterlesen verleiten. Das gelingt hier leider nicht. Ein Fokus auf „frische" Leads oder die umfangreiche europäische Kontaktdatenbank wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen.